Winterdepression? So nicht!

Winterdepression? So nicht!

Frauen sind vier Mal häufiger von einer Herbst- oder Winterdepression betroffen und leben in nördlichen Ländern. In südlichen hingegen, in denen die Sonne häufiger und länger scheint, sind Winterdepressionen kaum bekannt. Hauptsächliche Ursache einer SAD ist die geringe Serotonin-Produktion, die normalerweise viel Tageslicht benötigt und im Winter somit hinterherhinkt. Zudem wird die Netzhaut der Augen an trüben Tagen zu wenig mit Tageslicht „versorgt“, was zu einer erhöhten Ausschüttung des Hormons Melatonin führt. Folge: Sie fühlen sich müde, traurig, unausgeglichen und antriebslos und Ihre Laune verschlechtert sich zusehends. Wir haben jedoch die besten Tipps gegen Depressionen, die Sie auch präventiv anwenden können.

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Ist es nur ein Winter Blues?

Es gibt abgeschwächte Formen einer Winterdepression wie beispielsweise den sogenannten „Winter Blues“. Den Unterschied kann jedoch nur ein Arzt festmachen. Ist Ihr Alltag stark beeinträchtigt und der Leidensdruck groß, sollten Sie umgehend einen Experten aufsuchen, um eine mögliche schwerwiegende Erkrankung rasch zu behandeln.

Tipps gegen Depressionen

Je nach Schweregrad der Erkrankung wird vom Arzt entweder eine Lichttherapie oder eine medikamentöse Behandlung durchgeführt. Handelt es sich bei Ihrer Verstimmung um eine leichtere, diagnostizierte Form, die Sie regelmäßig in den kalten Jahreszeiten bekommen, können Sie selbst Folgendes tun:

  • Ihr Körper benötigt nun so viel Tageslicht wie möglich. Nutzen Sie daher jede freie Minute und gehen Sie vor allem in den frühen Morgenstunden an die frische Luft. Gehen Sie spazieren, radfahren oder laufen (so können Sie auch präventiv gegen eine SAD ankämpfen). Sobald Sie wieder zurück sind, ist bessere Laune wahrnehmbar. Auch wenn es draußen dunkel und düster zu sein scheint, Tageslicht ist meist trotzdem heller und wirkt besser als helles, künstliches Licht. Zudem wird der Kreislauf durch ein wenig Bewegung angeregt, was ebenfalls die Stimmung hebt.
  • Unternehmen Sie viel! Auch wenn Sie an kalten Tagen nur wenig Lust zum Ausgehen verspüren, sollten Sie dennoch alles unternehmen, was Ihnen sonst auch Spaß macht, auch wenn der innere Schweinehund dagegen ankämpft. Gerade jetzt brauchen Sie Ihre sozialen Kontakte.
  • Auch Johanniskraut wird eine erstaunliche Wunderkraft als Stimmungsaufheller bei leichteren depressiven Verstimmungen nachgesagt. Eine Behandlung mit Johanniskraut muss aber auf jeden Fall von einem Arzt angeleitet werden, damit eine Über- oder Unterdosierung vermieden werden kann.
  • Achten Sie schließlich auf eine vitaminreiche Ernährung und regelmäßigen und ausreichenden Schlaf.

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