Mein Kind hat Angst!

Mein Kind hat Angst!

Kinder können viele ihrer Ängste nicht rational erfassen - Eltern tun sich daher oft schwer, diese nachzuvollziehen. Ängste gehören jedoch genauso zum Leben dazu wie alle anderen Emotionen auch und können sogar nützlich sein, denn sie fungieren als Frühwarnsystem in gefährlichen Situationen. Die Autorinnen des Buches "Familien-Chaos im Griff", Melanie Grässer und Eike Hovermann, geben Eltern Tipps, wie sie mit Angstzuständen bei Kindern umgehen und gemeinsam überwinden können.

Tipps für Eltern

  • Zunächst sollten Sie sich in Ihr Kind hineinversetzen. Was würde Ihnen helfen, wenn Sie Angst hätten? Sie würden bestimmt auch wollen, dass Ihnen jemand zuhört und Sie ernst nimmt. Sagen Sie Ihrem Kind, dass Sie auch schon ähnliche Situationen erlebt haben und diese aber auch erfolgreich gemeistert haben.
  • Nehmen Sie Ihr Kind in den Armen, wenn es Angst hat. In diesem Zustand braucht es körperliche Nähe und Vertrauen.
  • Bei starker Angst sollten Sie Atemübungen mit ihm durchführen, die äußerst beruhigend wirken. Sagen Sie ihm, es soll 20 Mal tief ein- und ausatmen. Auch in der Nacht können Sie ihm Beruhigungstechniken beibringen wie beispielsweise sich selbst zu sagen, dass das Zimmer nicht ganz dunkel ist und der Schatten ihm nichts tut. Üben Sie diese Methode gemeinsam mit Ihrem Kind, bevor es in angsteinflößende Situationen kommt.
  • Wenn es Angst vor irgendeinem Tier hat, können Sie gemeinsam Fotos von diesem ansehen, damit es sich seiner Angst stellt. Später könnte es mit diesem Tier - solange es kein exotisches oder gefährliches Tier ist - auch spielen. Loben Sie Ihr Kind!
  • Sollten die Ängste des Kindes auch nach gemeinsamer Bewältigungsarbeit nichts nutzen, sollten Sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, sei es von einem Kinderarzt oder -psychotherapeuten.

 

 

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